Mehr Rechte für Wale und Delphine!

Die Forschung der letzten Jahrzehnte hat bewiesen, dass Wale und Delfine außergewöhnlich intelligente Lebewesen sind. Sie bilden komplexe Gesellschaften mit soziale Strukturen und verfügen über eigene Sprachen. Einzelne Gruppen haben ihre eigenen, nicht auf Instinkt basierenden Rituale zur Begrüßung und für den Umgang mit verstorbenen Gruppenmitgliedern. Viele Wissenschaftler vertreten daher den Standpunkt, dass sie von Rechtswegen als Personen anerkannt werden müssten.

Aus dieser Erkenntnis ergibt sich natürlich die Schlussfolgerung, dass den intelligenten Meeressäugern auch legale Rechte zustehen. Mehrere Tierschutzorganisationen haben die Argumentation aufgegriffen und wollen in den nächsten Jahren Prozesse dazu führen. Das Ziel: Zumindest Delphine sollen als erste nicht-menschliche Spezies erstmalig den Status einer Rechtspersönlichkeit erhalten. Bisher werden alle nicht-menschlichen Tiere als Sache ohne eigene Rechte behandelt.

Wir stehen nicht zum ersten Mal vor der Situation, dass aus einem “Stück Eigentum” eine legal anerkannte Person wird. 1772 urteilten britische Gerichte in der Causa “James Somerset”, dass dieser eine Person sei. Somerset wurde damit zum ersten schwarzen Menschen, welcher nach britischem Recht als Person anerkannt war. Zuvor hatte man alle Afrikaner schlichtweg als Handelsware deklariert.

Die Behauptung, “Neger” seien “vollwertige Menschen” und hätten daher Anspruch auf eine eigene Rechtspersönlichkeit stieß damals auf heftigen Widerspruch. In manchen Ländern der Erde sind Menschen mit dunkler Hautfarbe noch heute rechtlich und kulturell benachteiligt. Die Zeiten in denen die Anzahl der Pigmentzellen in der Haut über die Frage “Mensch oder Objekt” entschied, sind aber glücklicherweise vorbei.

So wie sich im Umgang mit unseren Mitmenschen letztendlich die Vernunft (basierend auch auf wissenschaftlicher Erkenntnis) durchgesetzt hat, bleibt zu hoffen dass sich schlussendlich auch unser Umgang mit intelligenten Nicht-Menschen ändert. Millionen von Menschen hoffen darauf, dass wir eines Tages in Kontakt mit intelligenten Spezies irgendwo im Weltall treten. Vielleicht sollten wir den Blick einmal kurz auf unsere eigene Nachbarschaft richten?

Wenn wir unseren intelligenten Mitbewohnern auf der Erde angemessene Rechte geben, könnten wir vielleicht noch verhindern, dass wir bald tatsächlich alleine sind.

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